Therapien

Akupunktur

Akupunktur (lat.: acus = Nadel, pungere = stechen) ist die invasive Therapieform der Chinesischen Medizin.

Bei der Akupunkturbehandlung werden feine Akupunkturnadeln an bestimmte Stellen des Körpers in die Haut gestochen. Die dadurch ausgelösten Reize beeinflussen das Fließen von Qi.

Qi ist ein zentraler Begriff in der Chinesischen Medizin, welcher am besten übersetzt werden kann mit “innerem Atem“ oder „Lebensenergie“. Schulmedizinisch kann man Qi verstehen als Abfolge von vegetativen Nervenimpulsen.

Der Fluß von Qi beeinflusst die Funktion der Organe, der Psyche und des vegetativen Nervensystems. Beispielsweise hängen Atmung, Verdauung, Körperabwehr, Wundheilung, Beschaffenheit der Haut und vieles mehr vom richtigen Fluß des Qi ab.

Laserakupunktur

Diese Methode stellt eine moderne Entwicklung der Akupunktur dar. Es werden kleine Laserpointer auf die Akupunkturpunkte geklebt. Die Laserstrahlung dringt in die tieferen Schichten von Haut, Unterhaut und Gelenke ein und wirkt dort therapeutisch.

Die Methode stellt eine schmerzfreie Alternative zur klassischen Akupunktur dar und wird vor allem bei Kindern eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete in unserer Praxis sind Erkrankungen aus den Fachbereichen Dermatologie, Orthopädie (vor allem Gelenkprobleme), Chirurgie (Wundheilungsstörungen) und andere.

Akupunkturpunkte und Leitbahnen (Meridiane)

Es sind in der klassischen Chinesischen Medizin mehrere hundert Akupunkturpunkte beschrieben, die bestimmten Leitbahnen, dem Meridiansystem, zugeordnet werden. Die Punkte stehen mit inneren Organen und Organsystemen in enger Beziehung.

Nach klassischer Vorstellung fließt entlang der Leitbahnen das Qi im Körper und beeinflusst alle biologischen Vorgänge. Dieser Fluß kann durch äußere oder innere Einflüsse gestört werden und so Krankheiten auslösen.

Behandlung mit Mikrosystemen

Augenakupunktur: Eine Akupunkturmethode zur Behandlung von Augenerkrankungen, wurde erstmals von Prof. Dr. John Boel aus Dänemark verwendet. Es werden Elemente der klassischen chinesischen Akupunktur mit anderen Akupunktur-Mikrosystemen kombiniert. Die eingesetzten Akupunkturpunkte befinden sich auf der Stirn, den Händen, Füßen, Knien und am Bauch - also keine Angst, es wird nicht das Auge selbst akupunktiert!
Weitere Informationen und Details zur Behandlung können Sie gerne in einem unverbindlichen Informationsgespräch in unserer Praxis erfahren.

Schädelakupunktur: Bei dieser speziellen Akupunkturmethode werden ausschließlich Punkte am Schädel verwendet und viele verschiedene Krankheitsbilder therapiert.

Ohrakupunktur: Im Ohr bildet sich der gesamte Organismus ab. Durch Behandlung am Ohr kann das gesamte Vegetativum behandelt werden.

Fußreflexzonenmassage: Bei dieser manuellen Therapie wird durch Stimulation von Reflexpunkten am Fuß der gesamte Organismus erreicht und viele Diagnosen behandelt.

Die Wirkung der Akupunktur aus westlicher Sicht

Verschiedene Mechanismen werden zur Erklärung der Akupunktur beschrieben. Unter anderem werden diskutiert:

Arzneimitteltherapie

Die Wurzeln der Chinesischen Arzneimitteltherapie reichen mehr als 2000 Jahre zurück. Es sind mehrere tausend Heilkräuter, Mineralien und tierische Bestandteile dokumentiert.
Die von uns verschriebenen Kräutermischungen werden zu einem Kräutertee verarbeitet. Wir benutzen für unsere Rezepturen ausschließlich pflanzliche und mineralische Bestandteile und passen die Zusammenstellung der Rezepte sehr genau der Diagnose des Patienten an.
Wir kooperieren mit Apotheken, die sich auf chinesische Kräuter spezialisiert haben.
Dort stellt man Ihnen die gewünschte Kräutermischung her. Zur Verwendung kommen hierbei ausschließlich streng nach westlichem Standard geprüfte chinesische Heilkräuter, bei denen sichergestellt ist, dass diese nicht verunreinigt sind. Zusätzlich bekommen Sie von uns eine detaillierte Anleitung, mit der Sie die Kräutermischung zu Hause zu einem Kräutertee (Dekokt) verarbeiten, den Sie dann täglich trinken.

Manuelle Therapie (Tuina)

In der Chinesischen Medizin werden verschiedene Massagetechniken verwendet. Diese Form der Therapie heißt Tuina (chinesisch tui = drücken, na = ziehen, greifen). Es werden Akupunkturpunkte gedrückt, Muskeln und Gelenke gedehnt, die Leitbahnen geklopft, gerieben und viele weitere manuelle Techniken eingesetzt. Besondere Anwendungsgebiete sind Verspannungen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen. Auch andere Krankheitsbilder lassen sich mit den manuellen Techniken positiv beeinflussen. Wir wenden Tuina meist in Verbindung mit Akupunktur an.

Ernährungsmedizin

Wir können über Atmung und Ernährung unser Qi aufbauen. In der Chinesischen Ernährungslehre werden die verschiedenen Nahrungsmittel den fünf Wandlungsphasen zugordnet. Je nach Diagnose sind einige Nahrungsmittel mehr geeignet, einige weniger.

Wir bieten eine individuelle Beratung an, in der wir über Ernährungsfehler aus Sicht der Chinesischen Medizin aufklären und entsprechend der Chinesischen Diagnose verschiedene Rezepte vorschlagen.

Atem- und Bewegungsübungen (Qigong)

Qigong (chinesisch Qi = innerer Atem, gong = Übung, Arbeit, Pflege) ist ein Sammelbegriff von verschiedenen Übungen, die dazu dienen, den Körper mehr zu spüren, bewußter zu Stehen und zu Atmen. Die Übungen können alleine oder in einer Gruppe gemeinsam durchgeführt werden. Man führt die Bewegungen im Stehen, Sitzen oder Liegen aus. Qigong kann als körperliche Übungsform und als Bewegungsmeditation geübt werden.

Wir bieten unseren Patienten an, nach der Behandlung einige dieser Übungen zu erlernen und Zuhause zu üben. Dadurch wird die Wirkung der Akupunktur verstärkt und dauerhaft erhalten.

Weiterhin bieten wir jeden Mittwoch von 19:00 – 19:45 Qigong in unserer Praxis an.

Moxibustion

Als Moxibustion, auch Moxa-Therapie, wird das Erwärmen von Akupunkturpunkten durch Verglimmen von getrocknetem Beifuß bezeichnet. Durch die Wärme können Blockaden gelöst werden, die durch Eindringen von Kälte entstanden sind. Auch chronische Erkrankungen, Gelenkschmerzen, Schwächezustände und vieles mehr werden durch die wohltuende Wärme behandelt.

Schröpfen

Falls notwendig setzen wir auf spezielle Stellen des Körpers Glasgefäße auf und erzeugen einen Unterdruck auf der Haut. Dadurch wird das Bindegewebe und die darunterliegenden Strukturen angeregt und Blockaden im Fluss des Qi beseitigt.